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Grenzverletzungen

T. A. Wegberg - Grenzverletzungen

T. A. Wegberg / Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag / Roman / September, 2015 / Ebook, Buch

Eine Geschichte über Borderline, Freundschaft und Abhängigkeit: eine literarische »Fallstudie«, die Verständnis schafft und Vorurteile ausräumt

DAS THEMA Rund 2,5 Millionen Borderliner gibt es allein in Deutschland. Die Persönlichkeitsstörung wirkt sich stark auf Familie und Freunde aus. Borderline-Kranke sind sprunghaft, impulsiv und werfen oft innerhalb von Sekundenbruchteilen alles über den Haufen: Kompromisslos beenden sie Beziehungen oder brechen Ausbildungen ab. Andererseits faszinieren sie durch besonderen Charme und außergewöhnliches Einfühlungsvermögen. Das macht es den Angehörigen schwer, die notwendigen Grenzen zu setzen. Sie lassen sich manipulieren und unter Druck setzen, helfen dem Erkrankten immer wieder aus selbst herbeigeführten Krisen heraus und fühlen sich verantwortlich. Denn Borderliner sind radikal – auch wenn es darum geht, anderen oder sich selbst Schaden zuzufügen.

DAS BUCH Cosmo ist Borderliner. Er experimentiert mit Drogen, verweigert die Nahrungsaufnahme, verletzt sich und andere mit Rasierklingen und brennenden Zigaretten, droht mit Selbstmord, quartiert eine minderjährige Ausreißerin in die Wohnung ein, befördert sich mit einer Überdosis Valium ins Koma und reist, einem Impuls folgend, mit einer Rockband nach London. Gleichzeitig beweist er seinem Mitbewohner Johannes seine tiefe Zuneigung und versteht ihn besser als jeder andere. Die Freundschaft der beiden pendelt zwischen emotionalen Grenzüberschreitungen und Momenten wortloser Harmonie; keiner kann auf den anderen verzichten. Als Johannes sich in eine Kommilitonin verliebt und Cosmo bei seiner ersten Vernissage als neuer Shootingstar der Kunstszene gefeiert wird, gerät nicht nur das zerbrechliche Gleichgewicht ihrer Freundschaft in größte Gefahr, sondern auch Johannes’ Leben.

Eine Freundschaft, die im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht, auf dem schmalen Grat zwischen Liebe und Abhängigkeit, zwischen Euphorie und Verzweiflung.